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Ernährung

für Säuglinge bei . . .

funktionell einseitiger

Körperhaltung oder

Bewegung, Allergien

Verdauungsproblemen


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Verstehen lernen und angemessen reagieren

Säuglinge wollen verstanden werden. Dazu kommunizieren Sie in mit gefühlsreichen Melodien, Gesichtsausdrücken und kleinen Gesten. Hört und sieht man genau hin, dann kann man ihnen eine einfühlende und pragmatische Lösung anbieten. Das finden Kinder gut und sind meist zufrieden. Findet man keine gute Lösung, dann schreien sie umso mehr. Erleben und Verhalten von Neugeborenen und Säuglingen sind in besonderer Weise sehr eng verknüpft mit ihren leiblichen Funktionen und Reaktionsmustern. Eine Körpersprache, welche Erwachsene beunruhigt oder verunsichert kann also Ausdruck sein von Mißverständnis, von Erkrankung, von funktionellen Beschwerden oder von Regulationsstörungen des Verhaltens.

Wenn Sie keine Lösung finden können und sich Sorgen machen, dann konsultieren sie immer zuerst einen Kinderarzt. Der wird akute Erkrankungen und bedrohliche Situationen am ehesten erkennen und behandeln, denn er hat darin die größte klinische Erfahrung. Liegt nichts Derartiges vor, dann können Ursachen und Zusammenhänge von Beschwerden trotzdem noch sehr vielschichtig sein. In unserem Konzept der Osteopathie sind die wesentlichen Aspekte vereinigt. Wir beachten die Zusammenhänge von Bewegungsentwicklung, Lebensrhythmen, Ernährung, Verdauung, Belastung und Verständnis.

Ständiges Zusammensein ergibt die Zufriedenheit von Mutter und Kind

Mit der Geburt verändert sich das feine Zwiegespräch zwischen Mutter und Kind, das bereits im Mutterleib existiert hat. Die Mutter übernimmt die Rhythmen von Wachen und Stillen, wenn sie von Anfang an ständig mit dem Kind zusammen bleibt. Sie erwacht intuitiv, bevor der Säugling sich meldet und ist weniger müde, wie wenn sie alleine schläft. Sie erlernt auch die feine Körpersprache, welche die Bedürfnisse des Säuglings ausdrückt, lange bevor er zu schreien beginnt.

Durch uneingeschränktes, 9-12 maliges Stillen im Tagesrhythmus ensteht ein optimaler Immunschutz, wird übermäßiger Milcheinschuß vermieden und man braucht weniger Flüssigkeit pro Trinkakt. Es stabilisiert sich der Blutzuckerspiegel des Neugeborenen und man sieht fast keine gelben Kinder. Deshalb gibt es ab der Geburt das "24 Stunden rooming in" hier im Zentrum für Kinder und Frauen im Städtischen Klinikum Karlsruhe. Die natürliche Stillzeit dauert in der Regel 1 ½ - 2 Jahre. Nach dieser Zeit besitzt das Gehirn fast seine endgültige Größe und der erreichte Grad der Bindungsfähigkeit bleibt stabil.

Muttermilch enthält alles, was ein Säugling benötigt. Ihre Zusammensetzung paßt sich dem Alter und dem Zustand des Kindes an. Sie hat auch eine speziell andere Zusammensetzung für ein frühgeborenes Kind. Es ist bekannt, daß die Ernährung der Stillenden die Ursache der Beschwerden des Säuglings sein kann. Deshalb untersuchen wir immer Mutter und Kind. Stimmung, Streß, Stoffwechseldysbalancen, Verdauungsbeschwerden und Nahrungsunverträglichkeiten der Mutter können sich auf Darm, Haut und Haltung des Säuglings auswirken. Unverträglichkeitsreaktionen des Säuglings sind durch eine Änderung beispielsweise des Still-Verhaltens oder der Ernährung der stillenden Mutter beeinflußbar.

Probleme können auftreten während der Stillzeit wie Blähungen, "Dreimonatskoliken", gereizte Haut, Schlafstörungen, Unruhe, Spucken oder häufiges Schreien. In diesem Zusammenhang reagiert der gesamte Körper reflektorisch mit einseitiger Körperhaltung, mit Rückbeugung oder Seitneigung. Zudem wird der Kopf zumeist nach einer Seite gedreht und der Säugling will nicht zur anderen Seite schauen. Oft weigert er sich auf einer Seite zu liegen oder entwickelt einseitige Bewegungsmuster. Wir behandeln grundsätzlich systemisch und nicht nur manuell und beraten Sie gerne, was Sie mit einer Änderung Ihrer Ernährung oder mit einer Änderung der Stilltechnik, Stillsituation oder Lagerung erreichen können.

Ein kleiner Darm lernt langsam

Eine Prägung für die zu erwartetenden Geschmacksrichtungen erfolgt schon im Mutterleib. Auch über Geschmackstoffe der Muttermilch oder Ersatzmilch wird ein Säugling auf die Ernährung vorbereitet, mit der er im weiteren Leben rechnet. Geschmack ist v.a. auch das Riechen der Nahrung, welches über den Gaumen zurück in die Nase erfolgt, das sogenannte retronasale Riechen. So wird man mit den verschiedenen Aromastoffen vorab bekannt gemacht, für die man später eine Vorliebe entwickelt. Deshalb werden unbekannte Geschmacksrichtungen später eher abgelehnt und ausgespuckt. Einige Konfliktsituationen beim Zufüttern oder der späteren Nahrungswahl können ihre Wurzeln in dieser Prägungsphase haben.

Für eine gute Stillfunktion spielen viele Faktoren und Begleitumstände eine wichtige Rolle wie Zeitpunkt des Stillens, die Stillposition von Mutter und Kind und das Anlegen der Brust. All dies kann Ursache von hastigem Trinken, Aufstoßen und von Blähungen sein. Allzu schnell nennt man diese Kinder "Schrei- und Spuckkinder". Kennt man diese Zusammenhänge nicht, dann werden von manchen Therapeuten "Verspannungen" oder eine "Kopfschiefhaltung" als Ursache solcher Beschwerden vermutet. Dies kann eine einseitige Sichtweisen bei Unerfahrenheit des Therapeuten sein. Eine gute Stillberatung zeigt Ihnen Lösungen mit denen man das Leben erleichtern kann, ohne gleich "behandeln" zu müssen.

Der Darm eines Säuglings braucht Zeit, um sich langsam von der Muttermilchernährung an unsere Ernährungsweise anzupassen. Wie alle Primaten sind auch wir in der Lage, uns von der Muttermilch auf eine Kost aus Gemüse, Obst und tierischem Eiweiß incl. Fleisch umzustellen. Leider geschieht die Umstellung nicht immer ohne Schwierigkeiten, denn nicht nur die Nahrungsmittel selbst, sondern auch die jeweilige Menge und Zusammensetzung, sowie der Zeitpunkt der Mahlzeit kann für den Einen förderlich sein oder große Probleme für den Anderen im Einzelfall verursachen.

Gibt man dem Darm Zeit und vermeidet allzugroße Fehler, dann erspart man sich und dem Kind viele Probleme. Ein gutes Gefühl zu sich selbst, sich spüren was einem gut tut, das lernt man von klein auf. Unsere Ratschläge sollen Ihnen helfen, können aber Ihr eigenes Spüren und Beurteilen niemals ersetzen. Beratung für eine gesunde Ernährung oder für eine fundierte Ausschlußernährung, zur Feststellung von Unverträglichkeit oder Fehlkombination von Nahrungsmitteln, erhalten Sie auch von Diätassistenten oder Ernährungswissenschaftlern, die sich auf Säuglingsernährung spezialisiert haben.

Bei Verdacht auf Erkrankungen, bei Durchfällen oder Verstopfung konsultieren Sie bitte immer zuerst einen Kinderarzt. Treten wässrige Durchfälle schon bei Neugeborenen auf, kann das auf einen angeborenen Lactasemangel hinweisen. In diesem Falle wird Ihr Arzt sie über die Umstellung der Säuglingsernährung beraten, um Gedeihstörungen zu vermeiden.

Ersatznahrung - mögliche Ursache von Haltungsreaktionen und Allergien

Besteht keine Möglichkeit selbst zu stillen, so gibt es verschiedene Ersatzmöglichkeiten. Seit ca 1960 wird industrielle Ersatznahrung auf Tiermilch- oder Sojabasis angeboten. Das Stillen durch eine Amme ist aus der Mode gekommen. Nicht selten können die Beschwerden des Säuglings mit der Verabreichung dieser Ersatznahrung zusammenhängen. Auch Tiermilch selbst wird teilweise verwendet, wenn sie entsprechend mit den notwendigen Zusatzstoffen versehen wurde.

Jede Tiermilch ist verschieden. Sie ist optimal zusammengesetzt für die Ernährung und Entwicklung des arteigenen Nachwuchses. Somit ergeben sich aus jeder Tiermilch spezifische Probleme in der Ernährung des menschlichen Säuglings. Als Ersatzmilch eignen sich auf keinen Fall Kuh-, Schafs- oder Ziegenmilch. Auch bei Stuten-, Kamel- oder Eselsmilch kann es Reaktionen geben. Man muß sie mit Zusatzstoffen versehen, um eine Fehlernährung zu vermeiden. Auch auf Soja Nahrung reagieren ca. 1/4 der Kuhmilchallergiker. So ist auch Sojanahrungen nur bedingt einsetzbar.

Werden Säuglinge nicht gestillt und leiden sie an allergischen Reaktionen und Darmproblemen, dann kommen vor allem stark hydrolisierte Spezialprodukte in Frage. Diese werden oft wegen ihres bitteren Geschmacks verweigert. In diesen Fällen wird man sie keinesfalls mit Zucker, sondern mit anderen Stoffen ergänzen. Lassen Sie sich fachkundig beraten.

Bei funktionellen Beschwerden sind in der Regel keine verschreibungspflichtigen Medikamente oder invasiven Eingriffe notwendig, da keine Organzerstörung oder krankhafte Funktionsstörung ursächlich ist. Wir informieren Sie über Risiken, Nebenwirkungen und Nichtanwendbarkeit unserer Methoden. Sie werden angewandt, sofern keine Kontraindikation vorliegt. Bei Verdacht auf eine organische Erkrankung würden wir Sie auf fachärztliche Abklärung verweisen.

Hilfe bietet auch die AAK Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind e.V. Zur AAK bitte hier klicken.
Telefon: 02772 92870    Fax: 02772 928748    e-mail:   aak-team@aak.de

Osteopathie als manuelle Methode im Städt. Klinikum Karlsruhe
Naturheilpraxis Klaus Czepan Heilpraktiker
Naturheilkunde für Erwachsene, Kinder und Säuglinge
Moltkestr. 90     D - 76133 Karlsruhe    Tel 0721 9742234





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